Du wirst in Meetings nicht gehört? Sage diese zwei Dinge.

Kommt dir das bekannt vor? Jeder bringt seine Meinung ein, die Emotionen gehen hoch und du willst mit rationalen Argumenten die bestmögliche Entscheidung finden. Nur: Keiner hört dir wirklich zu, weil jeder damit beschäftigt ist, seine Meinung durchzusetzen.

Um Gehör zu finden, hast du zwei Möglichkeiten. Erstens, setze einen Stopper mit dem Satz: «Ich sehe das anders!» Sage diesen Satz ruhig und mit Bedacht. Mache eine kurze Pause. Schaue in die Runde. Alle werden gespannt darauf warten, was du nun zu sagen hast. Der Clou: Jetzt bringst du mindestens drei Punkte, bei denen du mit den anderen übereinstimmst. Das zeigt, dass du die Argumente verstanden hast und wertschätzt.

Nun fügst du einen Punkt hinzu, den du anders machen würdest. Wichtig: Dieser Satz funktioniert am besten, wenn du im Grossen und Ganzen zustimmst und nur eine kleine Differenz einbringen möchtest. Die anderen werden aufmerksam zuhören und diese Kleinigkeit wahrnehmen, weil du sie neugierig gemacht hast, was du anders siehst. Am Ende wird es für alle eine Erleichterung sein, dass es sich nur um einen kleinen Unterschied handelt. Du hast dir nun Gehör verschafft und deinen Punkt einbringen können.

Die zweite Möglichkeit funktioniert dann gut, wenn du eine fundamental andere Ansicht hast. Sage nun:  «Ich sehe das genauso!»

Indem du mit einem positiven Statement beginnst, öffnest du die Tür für dein Gegenüber, dir zuzuhören. Nenne jetzt den einzigen, vielleicht kleinsten gemeinsamen Nenner, bei dem du mit gutem Gewissen sagen kannst, dass ihr zumindest hier übereinstimmt.

Beispiel: Alle wollen im Oktober einen Event machen. Du hältst das aber für den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Anstatt zu sagen: «Wir dürfen auf keinen Fall einen Event im Oktober machen», sage besser: «Ich sehe das genauso, dass wir einen Event machen sollten.» Nun hast du die Basis für ein Gespräch. Wichtig ist, dass du die folgende Kritik nun mit Fragen anbringst. Anstatt zu sagen: «… aber auf keinen Fall im Oktober», sage besser: «Ist der Oktober wirklich der beste Zeitpunkt, den wir wählen können?»

Auf diese Weise regst du zum Nachdenken an, ohne direkt anzugreifen, und sorgst dafür, dass deine Bedenken ernst genommen werden. Die anderen werden nicht in den Verteidigungsmodus gehen, sondern offen versuchen, deine Frage zu beantworten. Diese zwei einfachen Techniken helfen dir, in Meetings deine Meinung klar und effektiv zu platzieren. Verschaffe dir Gehör und bringe dich ein. Viel Erfolg!

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